am liebsten gehe ich mit dem hund raus, wenn es gerade aufgehört hat zu regnen. da sind dann noch gar nicht so viele menschen unterwegs und die ganze stadt wirkt noch ein wenig verschlafen. es wirkt dann fast wie wenn mensch sich nach einer durchgemachter nacht nach hause zu begeben versucht und zu diesem zweck die erste u-bahn auserwaehlt hat: nur langsam wacht dann die metropole auf und entschliesst sich zumeist, dann doch noch mal den zerknautschten kopf in selbiges kissen zu druecken.
jedenfalls ist es ein einfaches die wenigen menschen da draussen zu beobachten und ich durchschaue dann ganz oft deren gemuetszustaende. also zumindest leichter als in einer kurz-vor-hauptabend-situation in der dann immer ganz viele leute unterwegs sind, die nachhause hetzen weil sonst ... sie kennen das!
aber selbst wenn jetzt (wie heute) in dieser post-regen-situation alle menschen ein wenig benommener wirken, falle ich immer noch auf deren selbe tricks rein. ich schlendere dann (ebenfalls benommen) zwischen gehsteigen, parks und baumpflanzungen hin und her. irgendwann kommen mir dann metropolitanerInnen entgegen, die scheinbar verrueckt geworden selbstgespraeche fuehren; sich verzweifelt an den kopf greifend vorwuerfe machen; der strasse ihre sorgen zu klagen scheinen:
"ja! ... ja! ... mhm ... hast recht'! ... verstehe! ... na eh' umso besser ..."
"und was sagt seine frau dazu? ... jaja! ... ist mir schon klar ... aber das kann man auch geschickter machen, oder?"
"weiss nicht, sagen wir 20 uhr vor'm kaffee? ... gut ... passt ... nein, auf die hab' ich jetzt echt keine lust, wirklich!"
oder halluziniere etwa ich?
3. April 2008
2. April 2008
es stinkt! es reicht!
i mag echt nicht mehr
jetzt bin ich viel zu lange mit am tisch gesessen
ich hab zugehoert und wenn es entsprochen hat
habe ich auf mich aufmerksam gemacht
und manchmal war es auch durchaus produktiv was ich da von mir gab
viel zu oft aber wurde / blieb ich leise
im stillen aergert es sich am unbemerktesten,
den aerger kann ich ueberleben,
(der kann verdraengt werden)
um mich wunderschoen zu betruegen / betaeuben,
runterschlucken!
es wird sich schon was aendern,
auch wenn es dann zu spaet ist,
wenn bemerkt wird was hier schlimmes vor sich geht
(sich alles im kreis dreht),
wird verstanden werden,
was ich immer meinte und verschwieg'
ab jetzt seid ihr auf euch alleine gestellt
(so wie ich es immer war)
jetzt bin ich nicht mehr das opfer
ich ermaechtige mich selbst
ich habe kein recht mehr
mich so zu behandeln
ihr habt keine opfer gebracht,
dennoch habt ihr euer opfer umgebracht
(um den verstand)
das opfer gibt es jetzt nicht mehr,
es stinkt! es reicht!
(weiter als der horizont)
jetzt lernen wir einen anderen kennen!
jetzt bin ich viel zu lange mit am tisch gesessen
ich hab zugehoert und wenn es entsprochen hat
habe ich auf mich aufmerksam gemacht
und manchmal war es auch durchaus produktiv was ich da von mir gab
viel zu oft aber wurde / blieb ich leise
im stillen aergert es sich am unbemerktesten,
den aerger kann ich ueberleben,
(der kann verdraengt werden)
um mich wunderschoen zu betruegen / betaeuben,
runterschlucken!
es wird sich schon was aendern,
auch wenn es dann zu spaet ist,
wenn bemerkt wird was hier schlimmes vor sich geht
(sich alles im kreis dreht),
wird verstanden werden,
was ich immer meinte und verschwieg'
ab jetzt seid ihr auf euch alleine gestellt
(so wie ich es immer war)
jetzt bin ich nicht mehr das opfer
ich ermaechtige mich selbst
ich habe kein recht mehr
mich so zu behandeln
ihr habt keine opfer gebracht,
dennoch habt ihr euer opfer umgebracht
(um den verstand)
das opfer gibt es jetzt nicht mehr,
es stinkt! es reicht!
(weiter als der horizont)
jetzt lernen wir einen anderen kennen!
tags:
erschöpfung,
euphorie,
hoffnung,
protest,
tagebuch,
widerstand,
wut
gepostet von:
Unknown
am
16:44
11. März 2008
laut und ueberall: wir
ueber 200 studis sind mitmarschiert
wir waren laut!
wir sind ueber den campus gelaufen
wir waren auf der strasse
(auf unserer strasse)
wir waren sehr laut!
wir waren
auf der rampe
in der aula
auf den stiegen
(auf unserer uni, auf unserer stiege)
wir waren wirklich laut!
wir haben getanzt
(unsere taenze)
wir sind gesprungen!
wir haben allen klar gemacht
was wir wollen
wir haben geschrien
(unsere parolen)
wir haben gelacht
(alle gemeinsam)
jetzt wissen viele wer wir sind
(wir wissen es auch)
dann wollten sie uns erzaehlen
und wir haben auch zugehoert
(doch wir kennen sie zu gut)
wir waren nicht zufrieden
wir waren zu viele
und wir waren wirklich laut
wir waren erst der anfang
und wir kommen wieder
wir haben heute etwas bewegt und
wir werden noch viel mehr bewegen
bald werden wir alle sein
und dann werden wir gesiegt haben!
wir waren laut!
wir sind ueber den campus gelaufen
wir waren auf der strasse
(auf unserer strasse)
wir waren sehr laut!
wir waren
auf der rampe
in der aula
auf den stiegen
(auf unserer uni, auf unserer stiege)
wir waren wirklich laut!
wir haben getanzt
(unsere taenze)
wir sind gesprungen!
wir haben allen klar gemacht
was wir wollen
wir haben geschrien
(unsere parolen)
wir haben gelacht
(alle gemeinsam)
jetzt wissen viele wer wir sind
(wir wissen es auch)
dann wollten sie uns erzaehlen
und wir haben auch zugehoert
(doch wir kennen sie zu gut)
wir waren nicht zufrieden
wir waren zu viele
und wir waren wirklich laut
wir waren erst der anfang
und wir kommen wieder
wir haben heute etwas bewegt und
wir werden noch viel mehr bewegen
bald werden wir alle sein
und dann werden wir gesiegt haben!
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euphorie,
hoffnung,
lautstärke,
musik,
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protest,
universität,
widerstand
gepostet von:
Unknown
am
22:08
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