es war so ein schoener tag,
es wurde eine so brutale nacht.
was sich den ganzen tag
so gut angefuehlt hat,
was den ganzen tag lang rund um uns passierte
war gut und kreativ und befreiend.
so viele ideen, so viel enthusiasmus
und so viele gute, gute menschen.
alles rundherum hat gestrahlt,
alle wussten wofuer das alles.
motivation und alle gedanken
auf ein großes ziel gerichtet.
ein ziel das wir kurz vor augen haben,
ein prozess der sich
vor unseren augen verselbststaendigt,
das gefuehl alles fliesst,
um sich dann
(nach getaner arbeit)
von selbst zu ergeben.
transparente, pinsel,
flugblaetter, debatten und reime!
so viel beeindruckendes
und so viele eindruecke,
so viele gute menschen,
ja - so viele gut gelaunte menschen.
so habe ich es zumindest gefuehlt
(und wohl viele andere auch).
dann kam der abend
und wir versammelten uns erneut,
um uns gegenseitig nochmal einmal zu versichern,
dass wir das richtige tun.
(so sollte dieser tag zu ende gehen.)
dennoch baute sich in der konfrontation
(mit dem was uns umgibt)
nach einem durchlebten rausch
(den diese tag provozierten)
uns gegenueber eine monstroese institution auf:
ein kaltes, eingeschworenes,
unueberwindbares ganzes
erfolge wurden hier nicht kleingeredet,
denn erfolge, die sind da.
die grosse last auf so viele schultern verteilt,
macht vieles so einfach.
wir wussten immer wo wir stehen!
wir wissen, dass wir richtig stehen!
ich weiss, ich habe mich richtig entschieden.
einzig und allein den kopf zu heben,
fuer diesen kurzen moment
die hindernisse wahrzunehmen,
die uns das ziel versperren,
macht mir angst,
schafft diese unsicherheit,
laesst diese unruhe entstehen,
die uns auf nadeln sitzen laesst.
so viel energie, so viele entbehrungen,
so viel versaeumtes (so viel besseres zu tun)
und dann dieser scherbenhaufen, dieses elendige gefuehl,
dass niemand auf unserer seite steht
und wir wie viele vor uns scheitern koennten.
ploetzlich ist da die erkenntnis,
die mich den mosaikstein erkennen laesst,
an dem wir gerade bauen.
ein grosses ganzes will zerstoert werden,
ein grosses neues muss entstehen.
der moment der uns erkennen laesst,
dass wir alles hinter uns lassen muessen,
um aus diesem debakel herauszukommen
macht uns wuetend und traurig
und laesst und am boden
angeschlagen zurueckbleiben.
doch auch wenn nichts mehr uebrig waere
(und soweit ist es noch lange nicht)
haben wir die pflicht weiterzugehen.
ich kann gar nicht anders,
ich will es gar nicht anders.
umzudrehen und aufzuhoeren
- das alte spiele weiter zuspielen -
ist gar keine option.
nebenher und weiterhin,
unbedingt und immer wieder!
auch wenn so vieles noch zu tun bleibt,
(so viele mauern einzureissen sind)
und morgen noch alles so ist wie es heute war,
(und heute war einer der guten tage)
gibt es keinen grund damit aufzuhoeren.
auch wenn nichts darauf hindeuten mag,
und mosaikstein nur mosaikstein bleibt,
vermag niemand von uns zu erkennen,
wo sich der lauf der zeit entzuendet.
was ich heute erlebt habe,
ist der tod meiner illusion:
der fall einer mauer im kopf,
die den blick auf einen weiten horizont freigeben will:
was von der mauer blieb,
ist eines meiner mosaiksteinchen:
und wir werden siegen!
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16. Mai 2008
don't get any big ideas (they're not gonna happen')
tags:
dilemma,
erschöpfung,
euphorie,
hoffnung,
tagebuch,
universität,
widerstand,
wut
gepostet von:
Unknown
am
00:53
10. April 2008
pfui, pfui, pfui
pfui, pfui, pfui
schlimmer geht’s immer
das leben ist hart
und fuer fast gibt’s keine punkte
deshalb verlierst du so und so,
wenn du nicht auf dich selber schaust!
zudem sind gegenentwuerfe zu diesem leben
(das sich selbst abstumpft)
nur schwer zu erdenken
und zeit haben wir eh alle keine
die juengsten sind wir auch nicht mehr und schliesslich
koennen wir uns nicht um alles kuemmern
wer jetzt verstoert ist, hat vielleicht das recht dazu,
ist jedoch zweitens bereit fuer den:
WORAUF kann ICH mich NOCH verlassen-
WOHNGEMEINSCHAFTS self RELIANCE check:
tragen sie einfach bei unten angefuehrten fragen,
die anzahl an tagen, die angefuehrtes ereignis bereits zurueckliegt ein
(sie duerfen durchaus schaetzen!)
und rechnen sie dann zusammengezaehltes ergebnis
durch die anzahl der mitbewohnerInnen in ihrem haushalt.
interpretieren sie anschliessend das ergebnis - mit hilfe ihres vermutlich gesunden menschenverstands - selbst. viel spass!
wann haben sie zuletzt...
... den restmuell in den hof verfrachtet?
... altpapier in den hof gebracht?
... den kuechentisch geputzt oder abgerauemt?
... die herdplatten geschrubbt?
... die glas- / aluminum- / plastik – container aufgesucht?
... kueche oder wohnzimmer mit dem staubsauger bearbeitet?
... den kehrbesen benutzt?
... volle muellsacke entsorgt?
... einkaeufe für die allgemeinheit erledigt?
... die fenster geputzt?
... das backrohr gewischt?
... eine gluehbirne ausgewechselt?
... den geschirrspueler aus- und gleich wieder eingeräumt?
... die badewanne geschrubbt?
... abflussverstopfungen in bad oder küche beseitigt?
... die post geholt / sortiert / verteilt?
... ihre miete rechtzeitig bezahlt?
kurzum: wann hatten sie das letzte mal in dieser wohnung, das gefuehl:
... "ich strenge mich zu sehr an fuer die gemeinschaft"?
... "so kann es nicht mehr weiter gehen"?
... "so will ich wirklich leben"?
herzlichst, ihr streikkomittee
schlimmer geht’s immer
das leben ist hart
und fuer fast gibt’s keine punkte
deshalb verlierst du so und so,
wenn du nicht auf dich selber schaust!
zudem sind gegenentwuerfe zu diesem leben
(das sich selbst abstumpft)
nur schwer zu erdenken
und zeit haben wir eh alle keine
koennen wir uns nicht um alles kuemmern
ist jedoch zweitens bereit fuer den:
WORAUF kann ICH mich NOCH verlassen-
WOHNGEMEINSCHAFTS self RELIANCE check:
die anzahl an tagen, die angefuehrtes ereignis bereits zurueckliegt ein
(sie duerfen durchaus schaetzen!)
und rechnen sie dann zusammengezaehltes ergebnis
durch die anzahl der mitbewohnerInnen in ihrem haushalt.
interpretieren sie anschliessend das ergebnis - mit hilfe ihres vermutlich gesunden menschenverstands - selbst. viel spass!
wann haben sie zuletzt...
... den restmuell in den hof verfrachtet?
... altpapier in den hof gebracht?
... den kuechentisch geputzt oder abgerauemt?
... die herdplatten geschrubbt?
... die glas- / aluminum- / plastik – container aufgesucht?
... kueche oder wohnzimmer mit dem staubsauger bearbeitet?
... den kehrbesen benutzt?
... volle muellsacke entsorgt?
... einkaeufe für die allgemeinheit erledigt?
... die fenster geputzt?
... das backrohr gewischt?
... eine gluehbirne ausgewechselt?
... den geschirrspueler aus- und gleich wieder eingeräumt?
... die badewanne geschrubbt?
... abflussverstopfungen in bad oder küche beseitigt?
... die post geholt / sortiert / verteilt?
... ihre miete rechtzeitig bezahlt?
kurzum: wann hatten sie das letzte mal in dieser wohnung, das gefuehl:
... "ich strenge mich zu sehr an fuer die gemeinschaft"?
... "so kann es nicht mehr weiter gehen"?
... "so will ich wirklich leben"?
herzlichst, ihr streikkomittee
2. April 2008
es stinkt! es reicht!
i mag echt nicht mehr
jetzt bin ich viel zu lange mit am tisch gesessen
ich hab zugehoert und wenn es entsprochen hat
habe ich auf mich aufmerksam gemacht
und manchmal war es auch durchaus produktiv was ich da von mir gab
viel zu oft aber wurde / blieb ich leise
im stillen aergert es sich am unbemerktesten,
den aerger kann ich ueberleben,
(der kann verdraengt werden)
um mich wunderschoen zu betruegen / betaeuben,
runterschlucken!
es wird sich schon was aendern,
auch wenn es dann zu spaet ist,
wenn bemerkt wird was hier schlimmes vor sich geht
(sich alles im kreis dreht),
wird verstanden werden,
was ich immer meinte und verschwieg'
ab jetzt seid ihr auf euch alleine gestellt
(so wie ich es immer war)
jetzt bin ich nicht mehr das opfer
ich ermaechtige mich selbst
ich habe kein recht mehr
mich so zu behandeln
ihr habt keine opfer gebracht,
dennoch habt ihr euer opfer umgebracht
(um den verstand)
das opfer gibt es jetzt nicht mehr,
es stinkt! es reicht!
(weiter als der horizont)
jetzt lernen wir einen anderen kennen!
jetzt bin ich viel zu lange mit am tisch gesessen
ich hab zugehoert und wenn es entsprochen hat
habe ich auf mich aufmerksam gemacht
und manchmal war es auch durchaus produktiv was ich da von mir gab
viel zu oft aber wurde / blieb ich leise
im stillen aergert es sich am unbemerktesten,
den aerger kann ich ueberleben,
(der kann verdraengt werden)
um mich wunderschoen zu betruegen / betaeuben,
runterschlucken!
es wird sich schon was aendern,
auch wenn es dann zu spaet ist,
wenn bemerkt wird was hier schlimmes vor sich geht
(sich alles im kreis dreht),
wird verstanden werden,
was ich immer meinte und verschwieg'
ab jetzt seid ihr auf euch alleine gestellt
(so wie ich es immer war)
jetzt bin ich nicht mehr das opfer
ich ermaechtige mich selbst
ich habe kein recht mehr
mich so zu behandeln
ihr habt keine opfer gebracht,
dennoch habt ihr euer opfer umgebracht
(um den verstand)
das opfer gibt es jetzt nicht mehr,
es stinkt! es reicht!
(weiter als der horizont)
jetzt lernen wir einen anderen kennen!
tags:
erschöpfung,
euphorie,
hoffnung,
protest,
tagebuch,
widerstand,
wut
gepostet von:
Unknown
am
16:44
19. Februar 2008
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